Warum es Sameina gibt
Ich fange mal von vorne an, weil ich glaube, dass eine Idee ohne ihre Geschichte wenig wert ist.
Bevor es Sameina gab, habe ich im DevOps-Bereich gearbeitet und dort immer wieder dasselbe Muster erlebt. Ich baute Backends, die auf ganz unterschiedliche Datenbanken zugriffen — und merkte dabei, wie dieselben Daten in mehreren Systemen doppelt vorkamen, ohne dass diese Systeme überhaupt voneinander wussten. Und jedes Mal, wenn man ein gemeinsames Bild brauchte, entstand dieselbe Notlösung: noch ein externer Service, der zwischen den Systemen vermittelt. Und sobald KI ins Spiel kam, kam meist noch ein weiterer Service dazu.
Es fühlte sich falsch an, dass das der Normalzustand sein sollte. Die eigentliche Arbeit, ein zusammenhängendes Bild zu bekommen, musste immer zusätzlich passieren, nie von Anfang an mitgedacht sein.
Gleichzeitig hat mich schon länger etwas anderes beschäftigt: wie man Daten so strukturiert, dass sie sich an die Realität einer Firma anpassen können, ohne beliebig oder chaotisch zu werden.
Diese zwei Fäden — der praktische Frust im Feld und die inhaltliche Faszination für Datenarchitektur — liefen irgendwann zusammen. Die Grundidee: fragmentierte Systeme zusammenführen, ohne die bestehende Architektur komplett umzubauen. Man kann umbauen, wenn man will, aber man muss nicht.
Daneben treibt mich noch etwas Persönlicheres an. Ich bin selbst Autist, und das prägt, wie ich arbeite und was mir wichtig ist. Der Gedanke einer offenen, ehrlichen Arbeitskultur ist Teil dessen, was ich mit diesem Projekt langfristig verfolgen möchte.